„Sa Calobra“ – Die Reise lohnt sich

Während der Hauptsaison reißt der Ansturm von Schiffen, Bussen und anderen Fahrzeugen auf Naturschönheiten wie „Sa Calobra“ und die Mündung des „Torrent de Pareis“ nicht ab. Um zu ihnen zu gelangen, verlässt man die parallel zur Küste verlaufende Gebirgsstraße, nachdem man am Stausee „Gorg Blau“ vorbeigekommen ist und den direkt darauf folgenden Tunnel durchfahren hat.

Die Strecke ist recht schwierig und unwegsam, der Anblick der Landschaft jedoch am so überwältigender. Die Serpentinenstraße musste in ihrem Verlauf an die verwirrten Formen der Felsen angepasst werden. Sturzbäche haben hier eine gewaltige Landschaftskulisse in

Form von Schluchten, Höhlen und Felsblöcken geschaffen, die am Meer ihren eindrucksvollen Höhepunkt erreicht. „Torrent de Pareis“ ist nur der Name der Mündung, obwohl er eigentlich auf den gesamten Sturzbach zutrifft. Dort unten angekommen, vergisst man allerdings alle Namen und die beschwerliche Talfahrt aus fast tausend Meter Höhe. Das letzte Stück bis zum „Torrent“ Iegt man von „Sa Calobra“ aus zu Fuß zurück. Durch einen in den Fels gehauenen Tunnel gelangt man in die Bucht.

Nicht entgehen Iassen sollte man sich ein alljährlich im Juli stattfindendes Konzert. Die Großartigkeit dieser schroffen Küstenlandschaft gibt einen prächtigen Rahmen ab. Zum Baden ist die „Cala Tuent“ vorzuziehen, da in „Sa Calobra“ immer viel Gedränge herrscht.

Manche Urlaubsreisenden sind verwundert, auf Mallorca eine Gebirgslandschaft wie die „Serra de Tramuntana“ vorzufinden. In letzter Zeit ist jedoch die Anzahl derjenigen gestiegen, die wieder auf den alten Bergpfaden der Holzfäller und Schäfer wandern. Sie besuchen die Köhlerhütten, Kalköfen und Schächte, in denen einst Schnee gelagert wurde, da im Sommer an die Dörfer des Tieflands verkauft wurde.